Problem der Nickelgewinnung am Choper

Auskunft über den sozial-ökologischen Streit, der mit dem Abbau dem Vorkommen von Kupfer und Nickel im Gebiet Woronesh verbunden ist

Am 22.05.2012 wurde von der Ausschreibungskomission der Föderalen Agentur für Nutzung von Bodenschätzen als Ausschreibungsgewinner zur Nutzung von Bodenschätzen auf den Landstücken Elanskij und Elkinskij, die das Kupfer- und Nickelerz im Rayon Novochoperskij im Gebiet Woronesh enthalten, GmbH „Kupfer- und Schwefelkombinat Mednogorskij“ anerkannt, das der OAG „Montanwerk Uralskij“ gehört. Am 26.07.2012 bekam GmbH „Kupfer- und Schwefelkombinat Mednogorskij“ die Lizenz zur geologischen Untersuchung des Erdinneren, Erkundung und Abbau von Kupfer- und Nickelerz auf den Landstücken von Föderalen Bedeutung Elanskij und Elkinskij. Die Erzvorkommen Elanskij und Elkinskij sind schon seit den 60-er Jahren des vorigen Jahrhunderts bekannt. Aber bis heute war der Beschluss über deren Abbau infolge der agrarindustriellen Bedeutung der Region, der schweren Einlagerung der Bodenschätze und der Nähe der Naturschutzobjekte nicht getroffen.

Stellung der ortsansässigen Bevölkerung

Ab der Unterzeichnung der Regierungsverordnung protestiert die ortsansässige Bevölkerung dagegen. Die ortsansässige Bevölkerung im Namen der Einwohner einer Reihe von Orten des Gebiets Woronesh und Nebengebiete, die ortsansässigen Kosaken treten ausdrücklich dem Abbau von Nickel entgegen und fordern die Aufhebung des Beschlusses. Das wird durch die Massenkundgebungen bestätigt, zu denen bis 60-70% der Bevölkerung der einzelnen Städte des Gebiets Woronesh und Nebengebiete kommen.
Unterschiedliche Initiativgruppen sammelten etwa 50 tausend Unterschriften gegen den Abbau.
Beispielsweise Anzahl der Hauptkundgebungen:
Stadt Novochopersk: 2012 am 27. Mai etwa 3000 Menschen, wobei hier 6000 Menschen wohnen, die Kraftwagenkolonne der Kundgebungteilenehmer betrug über 400 Kraftwagen zwischen den Städten Urjupinsk und Novochopersk, am 5. August etwa 5000 Menschen, wobei hier etwa 6000 Menschen wohnenm, am 24. November über 1000 Menschen; 2013: am 10. März etwa 5000 Menschen aus 15 Ortschaften einer Reihe der Gebiete, am 22. Juni 4000 Menschen.
Stadt Woronesh: 2012 am 14. Oktober etwa 2000 Teilnehmer, die eine Resolution unterschrieben haben; am 18. Juni 1000 Teilnehmer, die eine Resolution unterschrieben haben; am 15. Mai 500 Teilnehmer; 2013: am 22. April etwa 1000 Teilnehmer.
Stadt Borissoglebsk: am 3. Juni über 10000 Menschen (Bevölkerungszahl beträgt 65000 Menschen); am 3. Juni 2013 3000 Menschen.
Siedlung Elan-Koleno: am 1. Juli 2012 etwa 3000 Menschen, wobei hier etwa 5000 Menschen wohnen.
Stadt Urjupinsk: am 27. Mai 2012 etwa 3000 Menschen (hier wohnen etwa 40000 Menschen).
Stadtähnliche Siedlung Gribanovskij: am 11. August 2012 etwa 1500 Menschen (mit der Bevölkerungszahl von 15000 Menschen).
Stadt Michailovka Gebiet Wolgograd: am 23. Juni 2012 etwa 1500 Menschen (Bevölkerungszahl beträgt etwa 63000 Menschen).
Am 22. September 2012 fand die allgemeinrussische Solidaritätsaktion statt, in etwa 30 Städten Russlands fanden Einzelposten gegen den Abbau von Nickel im Gebiet Woronesh statt. Am 21. April 2013 wurde die gleiche Aktion in 35 Städten Russlands und der ganzen Welt durchgeführt.
Der Gouverneur des Gebiets Wolgograd Aleksej Gordejev erklärte vielmals offiziell, dass er keine Arbeiten ohne Zustimmung der ortsansässigen Bevölkerung zulässt. Aber er tat nichts, um die Meinung der Bevölkerung aufzuklären.
Die Abfrage, die das Institut für Soziologie der Russischen Akademie der Wissenschaften im Oktober bis November 2012 durchgeführt war, zeigte, dass es eine unerhörte Anzahl der Gegner des Abbaus von NE-Metallen gibt, 98% der Befragten stimmen den Plänen nicht zu, die Kupfer- und Nickelvorkommen abzubauen. Dabei war ein Drittel von denen bereit, Radikalmaßnahmen zu ergreifen, um die Arbeiten zu stoppen.

Abbauabsicht von den NE-Metallen in der Schwarzerdegürtel Russlands im Zusammenhang der russischen und internationalen Konzeption der Ernährungssicherheit

2010 unterschrieb Präsident der RF D.A. Medvedev „Doktrin der Ernährungssicherheit der Russischen Föderation“, die Anregung dafür war globale Ernährungskrise 2008 bis 2009. Der Beschluss über den Anfang des Kupfer- und Nickelabbaus in der Zentralen Schwarzerdegürtel Russlands widerspricht dem Grundsatz der Doktrin: jeder Bürger des Landes soll ausreichend mit sicheren Lebensmitteln, hauptsächlich im Lande hergestellt, verpflegt werden, und das kann ernste negative Folgen im Hintergrund der zu erwartenden Weltlebensmittelkrise haben.
Der Beschluss verletzt unmittelbar „Grundlagen der staatlichen Politik im Bereich der ökölogischen Entwicklung der Russischen Föderation im Zeitraum bis zum Jahr 2030“, die von dem Präsidenten am 30. April 2012 bestätigt waren, und verpflichten, unbedingt der zu planenden Wirkung auf die Umwelt beim Fassen des Beschlusses über die Ausübung der wirtschaftlichen oder anderer Tätigkeit einzuschätzen. Die Zentrale Schwarzerdegürtel Russlands ist eine der Regionen, wo es zweckmäßig sei, nur landwirtschaftliche Produktion zu entwicklung. In den Ausschreibungsunterlagen sind die 1990 bestätigten Vorkommensvorräte verheimlicht, der Grund des Beschlusses über den Abbau diente aber „Expertise der ökologisch sicheren Abbautechnologie und Aufbereitung der NE-Metalle im Gebiet Woronesh unter Berücksichtigung der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit“, die 2010 in Irkutsk 2 Wochen davor von einem unbekannten Bürger Wladimir Dementjew gemacht wurde, der für diese Arbeit 499 tausend Rubel aus dem Haushalt des Gebiets Woronesh bekommen hat.

Wirtschaftliche Unzweckmäßigkeit

Beim Planen des Ressourcenabbaus sind direkte und verschobene wirtschaftliche Verlüste nicht berechnet, darunter auch Verlüste, die mit dem Ausschluss der Elitenschwarzerde verbunden sind. Der Umsatz der Agrarproduktion im Gebiet Woronesh überstieg im Jahre 2011 3 Milliarden Dollar. Nach vorläufigen Schätzungen setzt die Produktion des Kupfer- und Nickelkonzentrats den Umsatz zweifach weniger voraus, dabei soll die Qualität der traditionellen Produkten im Gebiet Woronesh bedeutend zurückgehen. Der Grundumfang des abgebauten Nickels in Russland wird ausgeführt: im Innland bleiben etwa 3-5% des in den letzten Jahren abgebauten Nickels. Die Metallverkaufseinnahmen bekommen private Unternehmen, aber der Schaden für die Natur durch den Abbau wird den Staat auf viele Jahre kosten. Es muß unbedingt darauf hingewiesen werden, dass die Besitzer des praktisch kompletten Aktienpakets des Montanwerks Uralskij 3 Offshore-Unternehmen aus Zypern sind, aber laut Erklärungen der Topmanager ist ihr Hauptpartner in Bezug auf Woronesher Vorkommen die Schweizergesellschaft Glencore.
Die Sicht des Montanwerks Uralskij besteht darin, dass der Preis von Nickel, 21 bis 22 Dollar für ein Kilo, rentabel ist. Aber im Moment kostet ein Kilo Nickel etwa 15 Dollar, und nach Meinung von Experten gibt es keinen Grund für eine Preissteigerung.
Ökologische Folgen

Von dem höchsten Schaden des Abbaus des Kupfer- und Nickelvorkommens im Gebiet Woronesh zeugt sowohl dessen komplizierte Lagerung, als auch die Nähe des Flusses Choper und des staatlichen Naturschutzgebietes, dessen Grenze 15 km von dem zu planenden Abbau liegt. Das Naturschutzgebiet hat den Status eines wichtigen Ornithologiegelände von europäischer Bedeutung. Den internationalen Ruf bekam das Naturschutzgebiet durch Erhaltung eines Relikttieres, des russischen Bisamrüßlers. Die Grundgefahr ist Bildung eines Senkungstrichters. Aus Berechnung der Quellfinder kann der Radius des Senkungstrichters 26 km in 10 Jahren erreichen. Das wird zum Seichtwerden des Chopers und Verschwinden von Hunderten Sees dessen Flußniederung führen, die der Grund des Daseins des Naturschutzgebietes sind.
Was die Abfälle betrifft, deren Teil auf dem Boden nass gelagert werden soll, dann können der Boden und das Wasser verschmutzt werden, weil die Abfälle giftige Bestandteile wie Arsen und Antimon haben. Außerdem ist die Frage noch nicht geklärt, wer für den ökologischen und sozialen Schaden nach dem Lizenzablauf ( im Moment 25 Jahre) haften wird.

Öffentliche Anhörung und unabhängige wissenschaftliche Einschätzung

Bei der am 23. Juli und am 19. Dezember stattgefundenen Anhörung in der Gesellschaftskammer der RF außerten sich die Wissenschaftler, Vertreter der Naturschutzbehörden und der Engagementen kritisch gegen den Anfang der Arbeiten und Nachprüfung deren Zweckmäßigkeit.
Durch den Beschluss des runden Tisches vom 17. September 2012 initiierte die Gesellschaftskammer der Russischen Föderation eine unabhängige Einschätzung der Aussischten des Abbaus vom Vorkommen Elanskij und Elkinskij im Gebiet Woronesh. Eine Gruppe von Gelehrten, zu der die Spezialisten für Geologie, Biologie, Hydrologie, Medizin, Wirtschaft und andere Fächer gehören, führte die vorläufige Einschätzung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Aspekte bei dem geplanten Abbau der NE-Metalle im Gebiet Woronesh durch.
Nach Meinung der Gelehrten, die die vorläufige unabhängige Einschätzung der möglichen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Folgen bei dem geplanten Abbau der NE-Metalle in der Schwarzerdegürtel Russlands (auf der Website http://savekhoper.ru/ im Abschnitt Wissenschaftliche Einschätzung) bereitgestellt haben, kann dieses Projekt sehr negativ auf die ökologische Situation im Zentralrussland wirken, die Landwirtschaft und die Gesundheit der Bevälkerung beschädigen, außerdem ist das Projekt wirtschaftlich unzweckmäßig für Russland und wird zu den ernsten sozialen Konflikten führen.

Laufende Situation

Ende Dezember 2012 stellte die Initiativgruppe der Einwohner von Novochopersk den Antrag über das örtliche Referendum mit der Frage „Stimmen Sie zu, dass die die Landstücke Elanskij und Elkinskij im städtischen Bezirk Novochopersk Gebiet Woronesh geologisch studiert, erkundet werden und Kupfer- und Nickelerz abgebaut wird?“. Am 29. Januar 2013 wurde auf der Tagung des Sowjets der Volksdeputierten des städtischen Bezirks Novochopersk beschlossen, die Durchführung des Referendums abzusagen, und am 18. März lehnte das Bezirksgericht die Forderung ab, den Beschluss des Sowjets der Volksdeputierten des städtischen Bezirks Novochopersk anzuerkennen.
Nach Lizenzbestimmungen sollte der Lizenznehmer bis zum 25. Januar 2013 mit der Nacherkundung anfangen, aber er verletzte die Lizenzbestimmungen und fing damit am 8. Februar an. Das führte zu den soweit leichten Zusammenstößen, danach wurden einige Strafsachen über die Aktivisten angelegt, die dem Maß des Konflikts absolut nicht entsprachen.
Die Experten betonen eine Reihe von Beweisen, das der Anfang der Aufsuchungsarbeiten von dem Lizenznehmer nicht berechtigt ist. So führte das Unternehmen keine Einschätzung der Umweltbelastung laut Gesetzgebung und legte der Öffentlichkeit keine Ergebnisse vor. Im Beschluss ist der den Abbau von NE-Metallen im Gebiet Woronesh wirtschaftlich und strategisch nicht begründet. Die Veränderung des Bodens von den landwirtschaftlichen auf industrielle und öffentliche Anhörung über diese Veränderung nicht durchgeführt, was eine grobe Gesetzesverletzung ist.
Zur Zeit ist auf dem Vorkommensgelände ein friedliches Protestlager von Kosaken und ökologischen Aktivisten angelegt, die versuchen die Arbeiten auf diesen Landstücken nicht starten lasse, dabei gehen sie von den Bestimmungen über die öffentliche ökologische Kontrolle aus und berufen sich auf die Verletzung des Bodengesetzbuches. Sie stoßen aber ständig auf den Druck seitens der staatlichen Gewaltorganen und Widerstand seitens der privaten Bewachungsfirme, deren rechtliche Begründung des Aufenthalts auf dem Landstück und Einzäunung (das Landstück wird als landwirtschaftliches Landstück benutzt) fehlen. Am 13. Mai 2013 wurden die ansässigen Einwohner (Teilnehmer des friedlichen Protestlagers, das auf dem Gelände des Kupfer- und Nickelvorkommens Elanskij liegt) von den Wächtern der Bewachungsfirma „Patrul“ ) verprüllt.
Am 22. Juni 2013 hat eine Gruppe von einigen Hunderten nach der abgestimmten Kundgebung von 4000 Menschen im Bezirk Novochopersk Gebiet Woronesh den Zaun gebrochen, jemand hat die geologische Ausrüstung angezündet. Die Hauptverwaltung des Ministeriums für innere Angelegenheiten im Gebiet Woronesh informierte, dass es unter den Einwohnern, den Arbeitern der Siedlung und den Wächtern keine Verletzten gibt.
Aber die Zusammenstöße, wenn die Situation rechtlich nicht geregelt wird, können viel stärker sein.

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